Die Raunächte und 13 Wünsche
Die Raunächte sind die Nächte zwischen Heilig Abend dieses Jahres und den Heiligen Drei Königen des kommenden Jahres. Im Volksmund heißt die Zeit auch „Zwischen den Jahren“. Der Satz zeigt so wundervoll, wie besonders diese Zeit ist. Es kehrt Ruhe ein. Innen wie außen. Wir blicken zurück auf das was war und verabschieden es. Wir fragen unser Herz nach unserem Weg und bereiten uns vor auf das was kommt.
Die Energie in der Zeit der Raunächte ist ganz besonders. Sie lädt uns dazu ein, inne zu halten und uns bewusst zu werden.

Zwei Rituale
Am Abend der Wintersonnenwende, am 21. Dezember lade ich dich ein, in dich hinein zu spüren, was du in diesem alten Jahr lassen möchtest? Welche Überzeugungen dienen dir nicht mehr, machen dich eng? Gibt es etwas, dass du noch in Ordnung bringen möchtest oder etwas, womit du Frieden schließen magst? Schreib es auf und übergib es dem Feuer, lass es auf einem Fluss davon schwimmen oder begrabe sie in der Erde. Suche dir eine Abschiedsgeste aus, die für dich passt.
Nach dem Abschied alter, nicht mehr dienlicher Dinge, verbinde dich wieder mit dir selbst. Lausche tief in dich hinein und frage dich „Was ist es, was ich mir von Herzen für mein kommendes Jahr wünsche?“ Schreibe 13 Wünsche auf 13 Zettel zu schreiben. Pflanze 13 Samen für dein kommendes Jahr. Es können persönliche Wünsche, berufliche oder globale sein.
Formuliere deinen Wunsch klar und deutlich. Wünsche dir etwas für dich und etwas, dass du aktiv „beeinflussen kannst“. Sich für andere etwas zu wünschen geht nicht, denn jeder Mensch unterliegt dem freien Willen und ist für seinen eigenen Weg verantwortlich. Formuliere deinen Wunsch, als wäre er schon erfüllt, bspw. „Ich bin frei und lebe in Fülle.“, „Ich bin gesund.“, „Ich bin Selbstversorgerin.“
Falte jeden Zettel zusammen, lege sie in eine schöne Schüssel und stelle dir ein Gefäß (und ein Feuerzeug) bereit, (in dem du deinen Wunsch verbrennen kannst).
- Einladung zum 13. Wunsch
Am 25.12. abends nach Sonnenuntergang, nimm einen Zettel aus deiner schönen Schüssel und verbrenne den Wunsch. Mit diesem Akt schickst du ihn ins Universum mit der Bitte um Erfüllung im nächsten Jahr. Ganz wichtig ist, den Wunsch loszulassen, damit das Universum „zugreifen“ kann. Das machst du nun jeden Abend in den kommenden weiteren 11 Rauhnächten.
Ein Wunsch bleibt am Ende übrig, da es 12 Nächte sind und 13 Wünsche. Den Wunsch öffnest du, denn das ist der Wunsch, für dessen Verwirklichung du selbst zuständig bist im kommenden Jahr.
- Einladung zu 13 Wünschen
Wir alle sind Schöpfer unseres Lebens.
Einmal fühlt es sich vielleicht gut an, für diesen einen 13. Wunsch verantwortlich zu sein. Ein anderes Mal fühlt es sich gut an, sich alle Wünsche ganz bewusst selbst zu erfüllen.
Am 25.12. abends nach Sonnenuntergang ziehst du den ersten Wunsch, öffnest den Zettel und kennst nun deinen ersten Wunsch für dein JAhr. So ziehst du in jeder Raunacht einen weiteren Wunsch. Am 6.1 öffnest du den 13. Zettel. Das ist deine Vision für dein ganzes Jahr.
Es gibt noch viele weitere Rituale. Vielleicht magst du dir noch etwas für deine Raunächte aussuchen
- Räuchern – Häuser und Wohnungen werden mit Kräutern wie Salbei, Beifuß oder Weihrauch ausgeräuchert, um alte Energien zu klären und Platz für Neues zu schaffen.
- Orakeln und Träume deuten – Die Nächte gelten als besonders geeignet für Orakel. Viele führen Traumtagebücher, da Träume als Hinweise für das kommende Jahr gelten.
- Rückschau und Planung – Die Raunächte laden zur Besinnung ein. Man reflektiert das vergangene Jahr und setzt Intentionen für das kommende Jahr.
- Fasten oder bewusst essen – Manche Menschen fasten oder ernähren sich bewusst, um Körper und Geist zu reinigen und sich auf die spirituelle Energie einzustimmen.
- Naturverbindung – Spaziergänge in der Natur, das Beobachten der Stille oder das Sammeln von Kräutern stärkt die Verbindung zur Erde und den Jahreszeiten.
- Achtsamkeit und Meditation – Es ist eine Zeit der inneren Einkehr. Viele nutzen Meditationen oder stille Rituale, um sich mit dem Universum oder der eigenen Intuition zu verbinden.
- Ritualbad – Ein Bad mit Kräutern oder ätherischen Ölen dient der energetischen Reinigung und Entspannung.
- Tagebuch führen – Tägliches Schreiben über Gedanken, Gefühle oder Ereignisse während der Raunächte hilft, die symbolische Bedeutung jeder Nacht zu erfassen.
- Gespräche mit den Ahnen – Es ist eine Zeit, um sich mit den Ahnen zu verbinden, ihnen zu danken und um Rat oder Schutz zu bitten.
Viel Freude mit den Ritualen, die du dir aussuchst.
Von Herz zu Herz, Belinda


